Entfaltet

Botschaft

Ich weiß nicht, wie viele meinen Blog lesen, vor allem nicht bei wie vielen die Botschaften ankommen.

Nicht, dass ich behaupte den Sinn des Lebens begriffen zu haben oder gar zu wissen, was einem ein ERFÜLLTES Leben versichert.

Die Botschaften, die ich versuche in meinen Einträgen zu vermitteln, sind Lehren, die ich selbst gezogen haben, die das Leben mir erteilt hat.

Als aller erstes und am essenziellsten für mich zum Überleben, Brücken bauen und Vertrauen übermitteln, ist ein Lächeln.
Ich lache für mein Leben gerne. Schon zu oft haben mir Leute gesagt, ich lache ZU laut. HALLELUJA noch eins, wessen einziges Manko ein lautes Lachen ist, der ist ein glücklicher Mensch!
Ich schäme mich nicht dafür und keiner hat es noch geschafft, dass ich damit aufhöre, denn mein Lachen ist ansteckend.
Mein Lächeln überwindet Sprachbarrieren und gibt Sicherheit.
Ich reiße gerne Witze, am liebsten über mich (das war ein langer Weg). Sich selbst zu ernst und wichtig zu nehmen vereitelt einem den Blick auf das, was verbessert gehört
dringend.

Eine andere Botschaft ist, dass der Kontakt mit anderen Menschen mich bereichert, meinen Visus korrigiert, mir neuen geilen Gerichten die Türe öffnet, mich zu einer Kosmopolitin werden lässt.
Ich will überall hin, ich will von überall sein.
Ich bin weder
Srilankin, noch Kärntnerin. Ich bin von allem ein bisschen.
Ich habe gelernt, was Liebe ist, und wie vernichtend und erfüllend sie sein kann.
Sich zu trauen jemanden sein
innerstes Preis zu geben trotz der wiederholten Sturzflüge auf die Nase, ist ein Risiko, das ich wieder und wieder eingehen würde.
Vielleicht bin ich mit 80 noch Single, aber
wie viele Gedichte und Erinnerungen habe ich geschrieben und gespeichert, die ich alle mal unserer (Uschis und Bernhards hauptsächlich) süßen Marie erzählen darf?
Alles und jeder ist es Wert, dass Risiko einzugehen ein Stück meines Herzens an diese Begegnung zu verlieren.

Gleichzeitig habe ich gelernt, wie schwer es mir fällt loszulassen, was loswill.
Ich glaube, das wird für mich eine lange Lehre sein.

Ich ging auf Einsatz, um mich selbst zu testen, um meine Werte auf die Probe zu stellen.
Ich bin hier und ich fühle mich verloren.
Verloren in all dem Hass um mich herum, der Habgier der
Wohlstandsbevölkerung, dem Neid der iPhone-Besitzer auf den Flüchtling mit dem Smartphone.
Der Mensch hat seine Rechte verloren, das Recht auf Besitz, das Recht auf Sicherheit und Schutz.
Bin ich Flüchtling, so muss ich gesenkten Hauptes, mit nur den Fetzen am Leib und kaputten Schuhen, vor das reiche Europa treten. Ich darf kein junger Mann sein, sondern muss in eine der Schubladen, Frau mit Kind, Familie, Alter Mensch fallen, sonst bin ich ein Vergewaltiger und Mörder. Ich muss die einzigen für mich bekannten Traditionen, Ansichten, Wertvorstellungen und Prinzipien gegen die einer fremden Kultur tauschen, sonst bin ich ein radikaler Ausländer, der nur schmarotzen kommt.

Ich muss binnen Sekunden eine Sprache sprechen, von der ich vorher nicht mal gewusst habe, wo genau sie gesprochen wird. Ich darf keine Identität und keine Persönlichkeit haben.
Nur dann bin ich ein Flüchtling, der es wert ist geholfen zu werden.

Ich möchte mich von Menschen distanzieren, die so denken. Ich will in keiner Welt leben, die nicht aus Fehlern lernt. Aber diese immer wieder übertrumpft.
Ich will nicht mehr heucheln müssen und akzeptieren, dass über Anders-Fühlende, Anders-Aussehende, Anders-Sprechende abfällig geredet wird und das auch noch gesellschaftsfähig ist.
Ich will nicht Neger genannt werden und ich will nicht hören, dass Neger doch kein Schimpfwort sei.
Ich habe noch nie einen Deutschen Piefke, einen Serben Jugo oder einen Türken Knoblauch-Fresser genannt.
Das alles sind Hilfsausdrücke für Menschen, die jeden anderen hassen, der nicht
is(s)t wie sie.

Hass. Der Buddhismus lehrt, dass Hass ein Stück heiße Kohle ist, den man in der Hand hält. Er verbrennt einen und man ist nicht in der Lage ihn los zu lassen.
Ich habe einmal gesagt, ich hasse dich, und bereue es bis jetzt.
Das Wort ist hässlich, es ist grausam und macht einen einsam.

DeedamitRucksack

4 thoughts on “Botschaft”

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