Beflügelt

A trip to the Galaxy

(alles weg, also nochmal schreiben….)

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Gestern war ein Tag der visuellen Überforderung und akustischen Überbeschallung!
Ich war in Gangnam. Stellt euch vor, ich komm bei der Subway raus und… Da war niemand der den Gangnamstyle getanzt hat!! Sowas, da komm ich extra nach Korea um Versäumtes nachzuholen und erst wieder nichts.

Nun gut, meine Enttäuschung hatte nicht viel Zeit ein Drama daraus zu machen, denn kaum war ich beim Ausgang raus, wurde meine Aufmerksamkeit von allen Seiten in Anspruch genommen, aber vor allem von dem was am Himmel war. WOLKENKRATZER.
Als ob die Höhe, welche in Richtung Himmel immer verzerrter wurde und kaum noch zu erfassen war (ohne den öffentlichen Ärger zu erregen indem ich mich auf den Boden legte um zu betrachten, was und wie die Wolken kratzt.) nicht schon schwindelnd machte, die waren auch noch architektonisch in sehr gewagten Formen errichtet. Eins war so kurvig, dass beim längeren Betrachten der Stockwerke, mir wieder schwindlig wurde, ein anderes zeigte plötzlich zwei Türme, die aus anderer Perspektive versteckt waren, weil sie irgendwo im Mittelblau begangen außeinander zu gehen und nur wenige Meter von einander entfernt waren. Aber der Name, Twinpeak Tower, hätte mir bei einem hellen Verstand ja zu verstehen geben können.
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Mein Gratis-Seoul-Führer empfahl mir einen Besuch im Samsung Building, als ob ich mir das als bekennende Samsungianerin zweimal sagen lassen würde!
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Drei Stockwerke waren für die Öffentlichkeit, die restlichen geschätzten fünfzig nicht, die krallten mal einfach so in den Himmel und behielten ihre tolle Aussicht für ein paar Ausgewählte vor. Nichtsdestotrotz ich war im Begriff die Zukunft zu betreten. So kam es mir bei all der Helligkeit, Farben, Flatscreens an jeder Wand und in der Luft, vor.
Es war eine Huldigung der Technologie und der gewitzten Geister, die sie entwickelten. Mein Lieblingsstockwerk, war das Lab. In das ich mich schnell verzog um nicht in Versuchung zu geraten, eins dieser super shiny mega flashy neuen Phones zu kaufen. Was da alles gab, ein Galaxy KURVE! Das Telefon war konvex! Oder ein Galaxy Zoom.
Neuste UHD Fernseher, für die sich irgendwann mal jemand schlaues einen neuen Begriff als Fernseher einfallen lassen muss, denn das trifft es schon lang nicht mehr. Es war wie durch ein frisch geputztes Fenster zu blicken.

Im Lab erklärten sie an Touchscreens wie ein Tab oder Smartphone aufgebaut war, was ein Pixel ist und wie der Screen seine Schärfe und Farbvielfalt bekommt, nicht dass ich irgendwas davon begriffen hätte, außer das über Komplementärfarben.

Zu Beginn des Stockwerkes stand etwas einsam und verlassen, der Semiconductor. Der was? Nein, ich war nicht plötzlich wieder in den Guide to the Galaxy eingetaucht, aber der Begriff hätte ohneweiters aus dem Buch sein können.
Der Semiconductor ist ein kleiner ca zwei mal zwei Meter großer Lift, der gänzlich mit Glas ausgekleidet war (die sich später als Screens darstellen sollten). Beim ersten Mal betreten, tat sich nichts. Der schlief wohl vor lauter Unterforderung, denn die Party fand definitiv in den Stockwerken unter ihm statt.
Wenn die Leute nur wüssten, so gaben sie nach Stunden des Ausprobierens hunderte von Won für das neuste Kunstwerk Samsungs aus.
Nun, ich gab ihm eine Minute indem ich hinaustrat und mich in dem Moment eine Mitarbeiterin sah. Sie ermöglichte mir an endlich das genialste Erlebnis seit langem.
Ich wurde eingeschlossen und dann begann die Fahrt, die mir durch eine freundliche Roboterstimme erklärt wurde, aber ich konnte vor lauter schauen nicht zuhören.
(ich würde euch gern das Video hier zeigen, aber es geht nicht, daher ist es auf Facebook zu finden)

Nach dieser irren Fahrt bin ich um etwas Ruhe zu finden und mich davon zu überzeugen, dass ich wohl noch auf der Erde bin, wo wir noch immer an einem Rad drehen um den richtigen Radiosender zu finden und nicht schon alles durch mentale Eingebung funktioniert, bin ich zum größten Tempel Souls gegangen.
Da dieser nun mal in Gnagnam liegt, bin ich wieder überrumpelt worden, dabei hätte es mich gar nicht mehr überraschen sollen. Auf dem Weg zum Ausgang von der UBahn bin ich durch einen Gang, der war vielleicht zehn Meter lang, welcher die volle Lange mit Screens verkleidet war, auf denen unterschiedliche Filmchen liefen. Es könnte durchaus der gleiche Film gewesen sein, ich sah aber nur noch kleine bunte Flieger vor meinen Augen, da ich schon etwas paranoid war, hätten diese auch Drohnen sein können!

Ich bin vorbei an Seouls World Trade Center, der sicher einen schweren Stand hatte, da in der gesamten Umgebung andere hervorragende Bauten versuchten, sich gegenseitig die Show zu stehlen!
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Etwas baff, durchgeschwitzt und müde, bin ich endlich beim Tempel gewesen. Der mich, mit seiner Pracht, der ausladenden Gestaltung und vielen Tempel, überraschte. Die Tempel, alle unterschiedlich gestalten und groß, bildeten einen Halbkreis um eine stehende Buddhastatue.
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Ich schwebte über die Pfade und machte überall mein “Saddhu”. Wann immer ich aber den Blick hob, erhoben sich über den Dächern der Tempel die Hochhäuser und erinnerten daran, dass die Moderne die Hand am Ruder hatte.

Hab ich schon gesagt, dass ich recht geplättet war? Flabbergasted, um meinen Lieblingsausdruck zu bemühen.

Um meinen Augen und Ohren etwas Ruhe zu gönnen, bin ich zurück ins Zimmer.

Am Abend, um das ganze aus der Vogelperspektive und bei Nacht zu betrachten, bin ich zum N-Tower, der am Namsan Berg stand. Eine Bummelnseilbahn brachte mich hinauf. Warum ich nicht hinauf gegangen bin? SOHALT.

Oben angelangt, war ich bei hereinbrechender Nacht doch über den Mangel an Romantik überrascht, aber dafür waren da einfach zu viele Menschen, die dieselbe Idee hatten wie ich. Wo immer ich stand, ich stand in einer Schlange, bis ich nach ca einer Stunde endlich an der Aussichtsplattform war.
Dorthin führte uns ein Lift, der wohl etwas müde von der profanen Aufgabe Menschen von P0 auf P3 zu bringen, so zeigte er und an seinem Deckenscreen, was er stattdessen lieber täte.
Wir schossen durch den N-Tower durch, durch den Himmel hinaus ins Dunkle des Alls, an vielen Planeten vorbei und landeten auf dem Mond!
Ha, da stieg ich in einen, wie ich dachte, x-beliebigen Fahrstuhl ein und gelangte doch glatt für das Schnäppchen von 9000W am Mond!
Ich hoff, dem Lift geht es nicht wie Marvin, wenn die Depression, ob seines Schicksals, seine Schaltkreise erfasst und er den Leuten über die Dauer der Fahrt einen Blick in die Hölle ermöglicht!

Seoul bei Nacht ist schön, meine Fotos dagegen gar nicht. Ruhighalten ist nicht meine Stärke. Die einzige Ausnahme zur Regel: Assistieren bei OPs.
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Etwas Skurriles ist mir wieder aufgefallen. Während ich in den drei Wochen beinahe derb werden musste um Postkarten zu bekommen, standen am N-Tower Koreaner plötzlich Schlange, und was taten sie? Sie sendeten Karten von Tower zur Erde! War das zu fassen..

Nachdem ich eine Runde gedreht, mir mein Foto von mir und dem N-Tower geholt habe, bin ich wieder runter gefahren.
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